Nutzung des beA zur Kommunikation mit Mandanten

In ihrem neuesten beA-Newsletter vom 29.06.2017 erläutert die Bundesrechtsanwaltskammer unter anderem, wie über das besondere elektronische Anwaltspostfach auch mit Mandanten kommuniziert werden kann. Hintergrund ist § 19 Abs. 2 RAVPV, wonach das beA auch der elektronischen Kommunikation mit anderen Personen oder Stellen dient. Voraussetzung ist, dass die anderen Teilnehmer ebenfalls die EGVP-Infrastruktur bzw. das OSCI-Protokoll nutzen.

Seit Kurzem sind die beA-Postfächer auch für „andere Personen“ in den EGVP-Verzeichnissen sicht- und damit erreichbar. Dies bedeutet, dass sich auch ein Mandant – z.B. über den (noch bis 31.12.2017 verfügbaren) EGVP-Classic Client oder über den Governikus Communicator Justiz Edition ein Bürgerpostfach einrichten kann. Auf diese Weise kann er mit den Inhabern von beA-Postfächern – also z.B. mit seinem Anwalt – vertraulich kommunizieren. Umgekehrt können auch die beA-Nutzer diese Bürger-Postfächer (bzw. Mandantenpostfächer) suchen und adressieren. So wird in beiden Richtungen eine verschlüsselte Kommunikation ermöglicht.