Verbraucherzentrale startet Kampagne zum digitalen Nachlass

Die Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (vzbv) hat im Rahmen des vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz geförderten Projektes „Verbraucherrechte in der digitalen Welt II“ die Kampagne „machtsgut“ gestartet. Sie soll Verbraucher für das Thema digitaler Nachlass sensibilisieren und darin bestärken, sich um ihren digitalen Nachlass zu kümmern.

Der vzbv weist in seiner Ankündigung darauf hin, dass Verbraucher im Internet Spuren hinterlassen, die über den Tod hinaus sichtbar bleiben. Hinterbliebene stehen vor vielen Herausforderungen, wenn sie an Vertragsinformationen gelangen müssen und Online-Konten von Verstorbenen verwalten sollen. Ohne Passwörter und Zugangsdaten haben Erben oft keinen Zugriff auf die Online-Konten. Sie könnten sich nicht um laufende Geschäfte, wie Internetauktionen, Abos oder Bestellungen kümmern oder Verträge kündigen. Nur wenige Unternehmen würden bislang Regeln aufstellen, unter welchen Bedingungen ein Account aufgelöst werden kann und wer darüber entscheiden darf. Manche Regelungen seien zudem rechtlich fragwürdig. Darüber hinaus gehe es um einen selbstbestimmten Umgang mit dem eigenen Nachlass, etwa um den Umgang mit Profilen in sozialen Netzwerken.

Weil viele rechtliche und praktische Probleme umgangen werden könnten, hat der vzbv die im Anhang beigefügten drei Checklisten erarbeitet. Eine Checkliste hilft dabei, den digitalen Nachlass vorab zu regeln, eine weitere hält Tipps für Hinterbliebene bereit und die dritte Checkliste gibt eine Übersicht darüber, wie Internetanbieter wie Facebook, Google, GMX etc. mit Todesfällen umgehen. Weitere Informationen sind auf den Internetseiten www.machts-gut.de und www.surfer-haben-rechte.de bereitgestellt.